Möbelbau

Während meiner Weiterbildung zum Fine Furniture Maker am Rowden Atelier in Devon/England konnte ich mich intensiv mit traditionellen Fertigungstechniken des Möbelbaus auseinandersetzen. Möbelbau kann durchaus als konzentrierte Form der Architektur verstanden werden und setzt präzises und sorgfältiges Arbeiten voraus. Ein ausgeprägtes dreidimensionales Vorstellungsvermögen, Feingefühl für das Material und die Materialkomposition sowie ein Verständnis für Proportionen sind für den Möbelbauer unerlässlich. Zum Möbelbau eignen sich hauptsächlich Laubhölzer sowie die härteren Nadelhölzer. Aus ökologischen Gründen arbeite ich bevorzugt mit europäischem, wenn möglich einheimischem Holz wie Ahorn, Buche, Eiche, Nussbaum, Kirschbaum, Birnbaum, in selteneren Fällen aber auch mit Platanenholz, Linde oder Arve.

Exotische Hölzer aus nachhaltiger Produktion werden hauptsächlich eingesetzt um farbliche Akzente zu setzen oder spezifischen Erfordernissen (z.B. witterungsbedingte oder biologische Beanspruchung) Rechnung zu tragen. Jede Holzart hat dabei ihren ganz eigenen Reiz und charakteristische Schönheit. Dies beginnt bereits mit dem Aufschneiden des Holzes und dem ausströmenden Geruch. Je nachdem taucht man dann während der Arbeit in die Süssheit der Linde ein oder es steigt einem der scharfe Geruch des Nussbaums schneidend in die Nase. Wünschen Sie sich ein spezifisches Möbel, dann treffen wir uns am besten am Bestimmungsort des Möbels, diskutieren die Idee anhand von Skizzen, Mustern, physischen oder virtuellen Modellen und gelangen so zum gewünschten Design.

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