Das Kaplaneihaus von Stalden VS

Das Walliser Dorf Stalden, wegen seiner zahlreichen Brücken auch das Brückendorf genannt, liegt dramatisch hoch über der Wegscheide ins Saas- resp. Mattertal direkt an der Glacier-Express Linie. Es war dann auch die 1890 eröffnete Bahnline von Visp über Stalden nach St.Niklaus und schliesslich Zermatt, die das kleine Bergdorf als Ausgangspunkt für Reisen ins Saastal auf die Karten des einsetzenden Alpentourismus brachte. Heute zählt die Gemeinde etwas über 1000 Einwohner und ist als Wohnort beliebt wegen seiner nähe zu Visp wie auch zu den grossen Wintersportzentren Saas-Fee und Zermatt.

Ende 2017 lud uns die umtriebige Kirchenratspräsidentin Elisabeth Winter nach Stalden ein, um uns das nun schon seit 50 Jahren leerstehende Kaplaneihaus zu zeigen. Währen das Pfarrhaus immernoch vom Pfarrer bewohnt wurde, fristete das Kaplaneihaus ein vergessenes Dasein und diente als Abstellkammer oder Partyraum für die Jungschar. Dabei ist der eigenwillige Mischbau, ein Kantholzblockbau mit einem ausgefachten und verputzten Ständerbauteil von 1701 in hervorragendem Zustand und sitzt an einer prominenten Lage mit wunderbarem Blick ins Tal.

Seit Anfang 2019 sind wir stolze Besitzer des altehrwürdigen Hauses und möchten uns hier auch nochmals ganz herzlich bei Elisabeth Winter für ihre Vermittlung bedanken.

Unser Ziel ist es, dem stattlichen Blockbau wieder Leben einzuhauchen und darin modernes Wohnen in altem Gemäuer zu ermöglichen. Es werden eine 5.5 Zimmerwohnung und eine 2.5 Zimmerwohnung entstehen, für welche wir schon jetzt Käufer suchen.

Wir freuen uns, die Türen des Kaplaneihauses am 31.8.2019 für alle Gwunderer zu öffnen und sie durch die geschichtsträchtigen Räume führen zu dürfen.